IN MEMORIAM GIORDANO BRUNO

Hier finden Sie alles, was Sie eigentlich nicht lesen dürften

Gottes Segen – eine „Holschuld“?

Posted by Gerhard Altenhoff - Juli 25, 2007

Von: advocatus.deorum@planet.ms

An:k.koltermann@st-pankratius.de,b.kirfel@st-gabriel-delrath.de,johnkallarackal@hotmail.com, Jacalackal2001@yahoo.com, achimschatzl@aol.com
Kopie:kardinal@erzbistum-koeln.de,ralf.meister@wort-zum-sonntag.de, presse@erzbistum-koeln.de, deutsch@vatiradio.va

 

Datum: 26.12.06 03:20:31

 

Betreff: FW: Weihnachtsbotschaft 2006
Inhalt:
Received: from [217.254.73.4] by freemailng5301.web.de with HTTP;
Tue, 26 Dec 2006 03:20:31 +0100
Date: Tue, 26 Dec 2006 03:20:31 +0100

Message-Id: <614637436@web.de>
—–Ursprüngliche Nachricht—–
Von: gerhard.altenhoff@email.de

 

Gesendet: 25.12.06 03:08:22
An: pfarrerin.meyer-claus@t-online.de, Michael.Parpart@gmx.de, thor-schmidt@gmx.de, RalfDuechting@aol.com,
CC: bodo.kaiser@evdus.de, landesbischoefin@evlka.de, email@max-planck.com, kardinal@erzbistum-koeln.de, ralf.meister@wort-zum-sonntag.de, hpolitycki@web.de, briefe@schaufenster-online.de, deutsch@vatiradio.va

 

Betreff: Weihnachtsbotschaft 2006

 

Fürchtet Euch nicht und frohe Weihnachten,
Seit der Konfirmation meines Stiefenkels Sebastian im Mai 2006 war mir klar, daß ich den Wortlaut des Segens am Schluß des Gottesdienstes nicht mehr richtig in Erinnerung hatte. An diesem Tag war mir ganz besonders der ständige Gebrauch des Konjunktivs übel aufgestoßen. Also machte ich es zu meinem festen Vorsatz, auch hier die Vorzeichen umzukehren und den Segen in den Indikativ zu setzen, wodurch sich ein vollständig anderes Bild des Verhältnisses, das ein Mensch zur Schöpfung hat, ergibt. – Bestärkt wurde ich in diesem Entschluß durch eine Taube. Auf dem Heimweg vom Gottesdienst flog diese seitlich auf unseren Wagen zu, ich bremste ab, was sie nicht zu stören schien. Dann aber schwenkte sie in Fahrtrichtung ein und flog wie ein Lotse in etwa einem Meter Abstand vor dem Wagen her. Nach 40 bis 50 Metern kippte sie über den rechten Flügel und entfernte sich wieder.
Je näher Weihnachten rückte, desto ofter dachte ich daran, wieder einmal in die Kirche zu gehen, um mir den genauen Wortlaut des Segens zu merken. – Das brauchte ich jedoch nicht, denn ich bekam ihn mit dem Gemeindebrief „Brücken bauen“, Ausgabe Dez/Jan/Feb „frei Haus“ geliefert. Ralf Düchting hatte ihn in seiner Betrachtung über die vielfältigen Formen des Segens sogar noch typographisch vervorgehoben. – Und wieder dieser Konjunktiv.
Sezten wir den Segen nunmehr in den Indikativ:
Der Herr segnet und behütet dich, der Herr läßt leuchten sein Angesicht über dir und ist dir gnädig. Der Herr erhebt sein Angesicht auf Dich und gibt dir Frieden.
Ralf Düchting liefert die etymologische Herkunft des Wortes „Segen“ dankenswerter Weise gleich mit, das lateinische „signare“ Ralf Düchting übersetzt das „signare“ doch reicht einseitig mit „das Zeichen des Kreuzes schlagen“. – Das aber bedeutet „signare“ mit Sicherheit nicht, denn ware diese Übersetzung auch nur annähernd richtig, hätten alle „Signale“ dieser Welt Kreuzesform. „Der kleine Stowasser“, das Standardlateinwörterbuch an deutschen Schulen läßt eine vielfältige deutsche Übersetzung des „signare“ zu: einkerben, einschneiden, eindrücken, mit Zeichen versehen, bezeichnen, siegeln,versiegeln, prägen, auszeichnen, schmücken, kenntlich machen; – und schlußendlich – : beobachten, bemerken. In der letztgenannten Bedeutung wird es vor allem vom Dichter Vergil verwendt: aliquem oculis signare: jemanden mit den Augen bezeichnen = beobachten. „Beobachten“ in diesem Sinne ist nicht mit „Bespitzeln“ gleichzusetzen, sondern vielmehr mit dem „Im-Auge-behalten“. Diese Art von Beobachtung ist Voraussetzung des Behütens. Wer behütet, der ist auf der Hut, er schaut auf der einen Seite nach seinen Schützlingen, auf der anderen nach möglichen Gefahren.
An dieser Stelle taucht als Paradebeispiel unweigerlich der „Bulle“ auf. Der Leitstier einer Rinderherde behütet zusammen mit den anderen Stieren die Herde. Stiere sind die wahren „Natural Born Cowboys“. Der Leitstier entscheidet im Zweifel darüber, ob eine unbekannte Situation gefährlich ist oder nicht. Er hat damit allein die Verantwortung. Er ist der „Herr“ der Herde, aber im Unterschied zu den „Herren“ und „Führern“ des Menschengeschlechts erteilt er keine Befehle und erwartet keinen Gehorsam. Und im Sinne des Stiers will ich das Wort „Herr“ hier verstanden wissen. – Der Herr segnet und behütet, und zwar in dem Sinne, daß er dafür sorgt, daß der Prozeß des Leben auf unserem Planeten seit fast vier Milliarden Jahren ohne jede Unterbrechung fortdauert. Und er wird weitergehen, wenn es das Muster „Mensch“ längst nicht mehr geben sollte. Denn auch der Mensch ist nur eine „Spezies“. Auch dieses Wort ist lateinischer Herkunft und bedeutet ursprünglich „Bild, Abbild“. – Heute würden wir vielleicht sagen: „Katalogbild“. Wir als Individuen mögen uns für „sterblich“ halten, aber wir sind bei aller Indivialität (Unteilbarkeit) Erscheinungen des „Lebens“.
Daß der Herr sein Angesicht leuchten läßt, hat man wohl am besten anläßlich der Trauerfeier von Papst Johannes-Paul II gesehen. Die Wolken rissen auf und die Sonne kam hervor. – Aber keiner der Anwesenden schien das bemerkt zu haben. Gnädig ist der Herr ohnehin, man braucht ihn nicht darum zu bitten, denn das deutsche „gnädig“ ist ursprünglich kein „Gnadenerweis“, kein Verzicht auf Strafe, der lateinische Ursprung dieses Wortes lautet schlicht und ergreifend „Gefälligkeit“. Das lateinische „gratia“ kann freilich viel mehr bedeuten: Anmut, Liebreiz, Beliebtheit, Gunst, Ansehen, Freundschaft, Liebe, Wohlwollen, Dank und Erkenntlichkeit. – Unser Lehnwort „gratis“ entspringt ebenfalls dieser Wurzel. Und wie oft bekommen wir von der Natur etwas „gratis“? – Denken sie im nächsten Sommer einmal darüber nach, wenn sie von einem Brombeerstrauch am Wegesrand naschen. Denken Sie darüber nach, daß der Schnee, der Ihnen das Vergnügen des Skifahrens beschert, gratis ist. Und denken Sie an die große Sonnenbank, die Ihnen der Himmel gratis zur Verfügung stellt. – Aber selbst wenn Sie das Wort „gnädig“ mit „Verzicht auf Strafe“ gleichsetzen wollen, stimmt die Sache immer noch. In der Natur gibt es keine „strafende Gewalt“. Die „Strafe“ ist ein Phänomen, das unseren verkrüppelten Tausch-und-teile-Instinkt entspringt. – Dies hier näher auszuführen, würde freilich zu weit führen, halten wir einfach fest, daß „Strafen“ eigentlich wider die Natur ist und allein deswegen Gott keine „strafende Instanz“ sein kann, gegenüber der man um „Gnade“ winseln müßte. Der Herr erhebt sein Angesicht auf dich und gibt dir Frieden. – Wenn dir jemand begegnet, dir ins Auge schaut und zu dir sagt: „Ich habe hier ein Paket für dich, da steht „Frieden“ drauf“; was machst du dann? – Klar, du nimmst es an.
Mit dem Paket „Frieden“ ist das aber so eine Sache, wenn der „Friedensempfänger“ die Kalashnikow in der Hand hat, kann der den Frieden nicht annehmen, er könnte ihn annehmen, aber dazu müßte er die Waffe fallen lassen.
Der Frieden paßt nicht in die geballte Faust. Der Frieden paßt auch nicht in die „pronierte Hand“ (bei der sozialen Dominanzgeste „pronierte Hand“ weist die Handfläche der geöffneten Hand nach unten, die Fingerspitzen liegen tiefer als das Handgelenk.) Der Frieden paßt nur in die „non-habeo“-Hand,sie ist geöffnet und die Handfläche weist nach oben.
Spricht man den Segen in der Indikativform, so wird am Ende eindeutig: Bezüglich des Friedens ist der Mensch in Annahmeverzug. – Und da hilft auch nicht der Segen am Ende des Gottesdienstes.
Und wenn der Papst, der traditionell seinen Besuchern die „pronierte Hand“ zwecks Huldigung anbietet, am 24.12.2006 meint, die Menschen sollten mehr für den Frieden tun, dann fühle ich mich persönlich angegriffen:
Es begab sich aber zu der Zeit, da der „EXPRESS“ in seiner Ausgabe vom 22.12.2006 titelte: Heute gilt’s drum: Sex für den Weltfrieden. Noch am selben Abend entstand das Bild, in dessen Zentrum der Neandertaler stand. Sein Konterfei hatte ich der BILD entnommen, und zwar der Ausgabe vom 16.6.2006, in der sie die Frage beantwortet wissen wollte: „Wer ist der echte Neandertaler“ und mit dem Slogan verbunden, den ich schon vor einigen Jahren dem Neandertaler in den Mund gelegt hatte: Kuscheln statt Killen.
Am 23.12.2006 deckte ich mich bei Tabakwaren Biecker (Tabakladen bei EDEKA) mit Vorräten für die Feiertage ein. Wenn Sie am 27.12.,2006 dorthingehen, werden auch Sie dort ein Exemplar der Zeitschrift „Die NRW-STIFTUNG“ finden. Auf der Titelseite der verschmitzt lächelnde Neandertaler und der Hinweis: „Neues aus dem Neandertal“. Als ich das Bild sah, entfuhr mir spontan: „Das darf doch nicht wahr sein!“ – Keiner konnte mit meiner Bemerkung etwas anfangen. Aber man wird sich sicher noch an meine Erzählung erinnern, wie das verschmitzte Lächeln zustandekam: man hat dem guten Mann bei der Gesichtsrekonstruktion die Geschichte von Bill Clinton und Monica Lewinsky erzählt…“
Die Seite 2 hatte ich noch nicht gesehen, und auch Sie werden erstaunt sein, was Sie da zu sehen bekommen. Um Sie nicht aber länger auf die Folter zu spannen, habe ich das Bild herauskopiert und an diese Mail angehängt. Der Segen des Neandertalers
Meine Mail mit dem „Original-Neandertaler“, die an EXPRESS und BILD ging, werde ich im Anschluß an Sie weiterleiten. Achten Sie bitte genau auf Datum und Uhrzeit.
Ein schöneres Go! Für diese Zeilen kann der größte Ketzer aller Zeiten sich nur wirklich nicht wünschen.
Mit freundlichen Grüßen
Gerhard Altenhoff
— Ostern ist expoliv! – So die Botschaft auf der Titelseite des Pfarrbriefs von St. Odilia Gohr zu Ostern 2006. – Laut Titelbild fliegen die „Trümmer“ dieser Explosion vom Kreuz weg.
Weihnachten ist wesentlich explosiver. Das ergibt sich aus dem Titelblatt des Pfarrbriefs „Brücken Bauen“ der evangelischen Kirchengemeinde Norf-Rosellen-Nievenheim. Dieses zeigt einen sich entfaltenden Farn. Der Farn wiederum ist ein schönes Beispiel für die nichtlinear-dynamischen („chaotischen“) Eigenschafen der Natur. Denn das „Chaos“ ist – entgegen dem allgemeinen Gebrauch dieses Wortes.- nicht „regellos“, sondern unterliegt strengen Gesetzmäßigkeiten, die uns Menschen freilich überwiegend verborgen bleiben, weil wir mit unseren beschränkten Möglichkeiten nicht in der Lage sind, alle erforderlichen Daten zu erfassen. – Ist es Zufall, daß der Farn mit der Jahreslosung 2007 verbunden wird?
Gott spricht: Siehe, ich will ein Neues schaffen, jetzt wächst es auf, erkennt ihr’s denn nicht? (Jesaja 43,19a)
Nur muß mir mal einer erzählen, wo ich in Jesaja 43, den Vers 19a finde. – in jedem Gesetzbuch findte sich mit Sicherheit ein erwähnter § 4711a. – Aber Jesaja 43, 19a ist zumindest in der Lutherbibel nicht zu finden:
19. Denn siehe, ich will ein Neues machen; jetzt soll es aufwachsen, und ihr werdet’s erfahren, daß ich Weg in der Wüste mache und Wasserströme in der Einöde,
20.daß mich das Tier auf dem Felde preise, die Schakale und Strauße. Denn ich will Wasser in der Wüste und Ströme in der Einöde geben, zu tränken mein Volk, meine Auserwählten
Im 43 Kapitel lehnt Gott vor allem das „Opfer“ ausdrücklich ab:
23. Mir hast du nicht gebracht Schafe deines Brandopfers noch mich geehrt mit deinen Opfern; mich hat deines Dienstes nicht gelüstet im Speisopfer, habe auch nicht Lust an deiner Arbeit im Weihrauch;
24. mir hast du nicht um Geld Kalmus gekauft, mich hast du mit dem Fett deiner Opfer nicht gesättigt. Ja, mir hast du Arbeit gemacht mit deinen Sünden und hast mir Mühe gemacht mit deinen Missetaten.
25.Ich, ich tilge deine Übertretungen um meinetwillen und gedenke deiner Sünden nicht.
26.Erinnere mich, sage an, wie du gerecht willst sein.
Ich kann mir nicht helfen, aber dieses Zitat sieht ein wenig anders aus als das der Jahreslosung für 2007, es ist einfach umfassender.
Es ist ebenso interessant wie verblüffend, es auf diesem Wege zu erfahren:
Schon Jesaja hatte herausgefunden, daß „der da oben“ sich von den Menschen keine „Allgemeinen Geschäftsbedinungen“ aufnötigen läßt. Das „Opfer“, das erbracht wird, soll schließlich seit Urzeiten die jeweilige Gottheit „gewogen“ machen und zu der vom Menschen vorgestellten Gegenleistung veranlassen. Das aber ist, Jesaja ist darin beizupflichten, der jeweiligen Gottheit nichts als ein Dorn im Auge und lästig.
Aber, ich sagte es bereits, Gott straft nicht. Er kennt weder ein „Strafgesetzbuch“ noch ein „Gesetz über die Allgemeinen Geschäftsbedingungen“. Der Mensch braucht die „Stafe Gottes“ weder zu erwarten noch zu fürchten, er kann freilich auch nicht erwarten, daß Gott seine „Allgemeinen Geschäftsbedingungen akzeptiert.
Wenn man dann noch die „unmittelbare Vorgeschichte“ der Jahreslosung mit einbezieht, wird der Widerwille Gottes gegen den Unverstand des Menschen, vor allem gegen das Militär, noch deutlicher:
16.So spricht der Herr, der im Meer Weg und in starken Wassern Bahn macht;
17.der ausziehen läßt Wgen und Roß, Heer und Macht, daß sie auf einem Haufen daliegen und nicht aufstehen, daß sie verlöschen, wie ein Docht verlischt
18.Gedenket nicht an das Alte, und achtet nicht auf das Vorige!
„Gedenket nicht an das Alte, und achtet nicht auf das Vorige“; – dieser Satz kann nicht bedeuten, daß man die Geschichte vergessen soll, vielmehr ist es eine unzweifelhafte Aufforderung zum Tabubruch, zum Bruch mit den „geheiligten“ Traditionen.
Wegen Jesaja 42 kann ich auch nicht beleidigt sein, weil der Papst die Menschen zum Eintreten für den Frieden aufgefordert hat, meinen persönlichen und unorthodoxen Eintritt für Frieden und Menschenrechte aber geflissentlich übersieht.
Aber nach seiner „Weihnachtsbotschaft“ muß ich die Frage stellen.
„Ist nicht der Papst derjenige, der den Weg in den Weltfrieden dadurch eröffnen könnte, daß der katholischen „Soldaten“ den Gehorsam verbietet?“
Und diese Frage zu stellen, bedeutet, sie zu bejahen.
Mit freundlichen Grüßen
Gerhard Altenhoff

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

 
%d Bloggern gefällt das: